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Notinsel
Das Projekt „Notinsel“ ist eine Initiative der Stiftung „Hänsel+Gretel“, welche Kindern in Not hilft und gegen Kindesmissbrauch vorgeht.

Die Notinsel ist ein Zufluchtsort für Kinder, die in Not sind und Hilfe brauchen, und gibt ihnen die Möglichkeit zu diesen Orten zu gehen und sich helfen zu lassen. Eine Notinsel kann fast jeder Ort, wie z.B. Einzelhandelsfachgeschäfte, Bäcker, Metzger, Apotheken oder Friseure werden, sofern dieser sich bereit erklärt Kindern zu helfen. Nur einzelne Geschäfte oder Privatpersonen können kein solcher Standortpartner werden, da so ein Standort viel Zeit und auch Mühe beansprucht.
Jedes Notinsel-Partnergeschäft unterschreibt eine Selbstverpflichtung und erhält dann einen für die Kinder sichtbaren Aufkleber, der eine Notinsel signalisiert. Eine Handlungsanweisung weist die regionalen Notrufnummern auf erklärt den Standortpartnern, was im Notfall zu tun ist. Denn in einem Notfall können die Kinder zu den markierten Geschäften gehen und dort Hilfe beanspruchen.
Das Zeichen der Notinseln ist ein Zeichen für Kinder, gegen Täter und für ein großes bürgerschaftliches Engagement der Partnergeschäfte.

Der Spruch „Wo wir sind, bist du sicher.“ sagt den Kindern, dass sie sich in Notsituationen and solche Partnergeschäfte wenden können und sollen.

Hintergrund für diese Initiative ist, dass Gewalt und Übergriffe ein wachsendes Problem ist, welches uns leider oft im Alltag begegnet. Oft begegnet die Gewalt Kindern in der Schule, auf dem Spielplatz oder sogar auf dem Weg nach Hause und Überfälle von Mitschülern oder Dieben sind keine Seltenheit. Da Kinder die schwächer und manchmal zu naiv sind, sind sie schutzbedürftig und brauchen mehr Unterstützung und Hilfe. Daher bieten die Notinseln den Kindern immer Zufluchtsorte und nehmen auch Kleinigkeiten ernst.

 

Die Betreuung solcher Standorte unterstützt die Stiftung Hänsel+Gretel gerne. Diese Betreuung teilt sich in drei Phasen auf: Die Entscheidungsphase, die Umsetzungsphase und die Langfristphase.
Die Entscheidungsphase umfasst die Anfragen von z.B. Kommunen oder Vereinen und Informationspakete werden für potentielle Kunden zusammengestellt, versendet und per Telefon oder Mail nachbesprochen.
In der Umsetzungsphase geht es um die Erläuterung und Abstimmung der Partnervertretung, die Einrichtung des Standortes und der Website und die gemeinsame Planung der ersten Presseveranstaltung.
In der Langfristphase beantwortet die Stiftung den Standortpartnern alle offenen Fragen und steht für Anregungen zur Verfügung.
Die Aufgaben eines Projektpartners bestehen darin notwendige Gespräche zu führen und sich auf die Suche nach Kooperationspartnern zu begeben.
Natürlich werden auch Schulen mit einbezogen und es müssen stetig neue Notinselgeschäfte gefunden werden. Wenn ein Geschäft eine Notinsel werden wird, bestellt es die nötigen Drucksachen bei der Stiftung Hänsel+Gretel und platziert den Notinselaufkleber sichtbar für Kinder.
Die Stiftung hat viele Bekannte Botschafter, wie z.B. Axel Schulz oder Udo Walz, die sich für Kinder einsetzen und die Stiftung unterstützen.
Das Projekt ist bundesweit vertreten und auch Münster ist Teil dieses Projektes und hat mehr als 250 Notinseleinrichtungen.


Quelle: Redaktion Muensterleben
Fotoquelle:
www.notinsel.de

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